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#1

Wohn- und Essbereich

in Emma Liva Jensen 26.03.2019 11:28
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#2

RE: Wohn- und Essbereich

in Emma Liva Jensen 19.04.2019 17:34
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Die Sonne brannte ihr auf den Kopf und sie schwitzte, während sie versuchte, in dem hellen Licht etwas zu erkennen. Normalerweise war Emma nicht gerade unfähig, wenn es darum ging, etwas nach Anleitung zusammenzubauen, so schwer war das nun nicht. Aber normalerweise bezahlte sie auch Leute dafür, die das für sie übernahmen, während sie sich um andere Dinge kümmern konnte. Weshalb sie ausgerechnet heute der Meinung war, diese komische Liege selber zusammenzubauen... sie wusste es nicht. Vielleicht war sie unterfordert, hatte nicht genug zu tun, vielleicht war sie auch einfach kein Urlaubsmensch. Ihre ganze Arbeit hatte sie in Amerika gelassen; ehrlich gesagt hatte sie auch andere Dinge im Kopf gehabt, als sie das Land fast schon fluchtartig verlassen hatte. Und nun ärgerte sie sich über sich selber, weil sie überfordert mit sich selber war und nichts mit sich anzufangen wusste. Da es allmählich wärmer hier in Monaco wurde - noch immer nicht so warm wie in Los Angeles, aber das würde noch kommen - hatte sie sich dazu entschlossen, ihre kleine Terrasse ein wenig zu bestücken. Ein Unterfangen, was sich in ihrem Kopf so einfach angehört hatte und nun bereits am ersten Möbelstück scheiterte. Bisher hatte sie einen Stuhl vom Esstisch hier stehen gehabt und eine umgedrehte Weinkiste als Tisch, aber nun sollte eine richtige Liege her. Eine runde, auf der man sich breit machen konnte und die Sonne genießen. Im Möbelgeschäft hatte es wie ein Teil ausgesehen, aber hier stellte sich heraus, dass es aus dezent mehr als nur ein Teil bestand. Anbei lag eine Anleitung, in französisch, natürlich, aber mit ihren beschränkten Fähigkeiten in der Sprache kam sie nicht sonderlich weit. Und der Übersetzer in ihrem Handy spuckte sehr eigenartige Sätze aus, die noch viel weniger Sinn ergaben. Zurück zum Möbelladen wollte sie nicht gehen, denn sie war schon ein wenig stolz und im Nachhinein um Hilfe zu bitten kam für sie nicht in Frage. Ansonsten kannte sie hier nur Lina und die kannte sich zwar in der Sprache aus - genau genommen war sie auch der einzige Grund, warum Emma überhaupt angefangen hatte, diese Sprache zu lernen -, aber mit Möbeln zusammenbauen würde sie sich mit Sicherheit auch nicht auskennen. Allmählich wurde ihr Kopf ganz matschig von der Hitze und sie hatte Durst, weswegen sie die Anleitung fürs Erste beiseite legte und sich stattdessen ins Innere der Wohnung begab, die angenehm kühl war. Die Treppe nach unten taumelnd schlurfte sie zum Kühlschrank und holte eine Flasche Wasser aus dem Fach in der Tür. Die erste Hälfte trank sie bereits jetzt in einem Zug, die zweite, nachdem sie sich die kalte Flasche an die Stirn und die Wangen gehalten hatte. So ein halber Liter war wahrhaftig nicht viel, weswegen sie sich direkt die nächste Flasche nahm und mit dieser bewaffnet wieder nach oben in Richtung Terrasse lief. Irgendwie musste sie diese Liege doch zusammengebaut bekommen.
Nach einer weiteren halben Stunde hatte sie zumindest herausgefunden, dass die Nägel, die in der Anleitung abgebildet waren, maßstabstechnisch nicht mit denen übereinstimmten, die sie hier vor sich liegen hatte, was schon einmal einen Teil der Verwirrung löste. Und zumindest brachte sie es fertig, das Podest zusammenzuschrauben. Da sie keinen Akkuschrauber besaß - wann brauchte man so ein Ding schon? -, drehte sie jede einzelne Schraube von Hand in das Holz. Ein bisschen schief, ein bisschen krumm, mit Sicherheit nicht absolut niet- und nagelfest, aber das würde schon funktionieren. Über den Erfolg, Schritt eins erfolgreich gemeistert zu haben, nach eineinhalb Stunden in der Sonne brüten, war sie so glücklich, dass sie sich für einen Moment an das Glas hinter sich lehnte und erschrocken aufschrie, weil es so verdammt kalt war. Oder war ihr Rücken einfach zu heiß? Prüfend legte sie sich eine Hand auf die Schulter - passend zur Hitze hatte sie sich etwas angezogen, was zumindest hinten nicht sonderlich viel Stoff vorzuweisen hatte - und als es unter ihrer Handfläche praktisch zu brennen begann, gratulierte sie sich seufzend selber zum ersten Sonnenbrand in diesem Jahr. Nun, da sie das wusste, spürte sie auch, wie ihre Haut spannte, sogar ein bisschen schmerzte. Großartig. Der Aufbau der Liege würde sich wohl um einiges nach hinten verzögern - zumindest so lange, bis die Sonne verschwunden war, was noch ein paar Stunden dauern konnte. Zeit für eine Pause also...
Emma stand gerade im Badezimmer und durchsuchte ihren schier endlosen Vorrat an Cremes und Salben und Tuben nach etwas, was sie sich bei einem Sonnenbrand auf die Schultern schmieren könnte - für den Rücken würde sie sich etwas einfallen lassen müssen -, als es unten an der Tür klingelte. Ein ungewohntes Geräusch, da sie außer Lina keiner besuchen kam, die Zeit für die Post war schon lange vorbei und die Männer vom Möbelgeschäft würden es wohl auch nicht sein, weil sie vielleicht aus reiner Höflichkeit nachsehen wollten, ob sie mit dem Aufbau wirklich alleine zurecht kam. Da sie niemanden erwartete, ignorierte sie das Klingeln und suchte stattdessen weiter. Ihre Wohnung war zehn Monate im Jahr unbewohnt, also konnte sie auch so tun, als sei niemand zuhause. Warum besaß sie eine Faltencreme? Sie war sich sehr sicher, dass sie so eine niemals gekauft hatte. Es klingelte ein zweites Mal und erneut hielt Emma kurz inne, um zu lauschen, was Unsinn war, denn was wollte sie schon hören? Jemanden rufen? Als ob. Wer auch immer es war, würde nach dem zweiten unbeantworteten Klingeln mit Sicherheit verschwinden. Niemand klingelte öfters als zweimal, außer es war wichtig. Und falls irgendjemand etwas wollte, würde er entweder auf anderem Wege versuchen sie zu erreichen oder eine Nachricht im Briefkasten hinterlassen. Emma war sich ziemlich sicher, dass sie irgendetwas gegen Sonnenbrand im Haus haben musste. Sie war niemand, der schnell in der Sonne verbrannte, aber wenn, dann so richtig, und für solche Fälle hatte sie doch immer... In dem Moment, in dem sie die türkisfarbige Sprühflasche fand, klingelte es zum dritten Mal an der Tür und sie stöhnte auf. Mit dem Spray in der Hand ging sie die Treppe nach unten und ohne einen Blick durch den Türspion zu verschwenden, riss sie praktisch die Wohnungstür auf. Sämtliche Worte, die ihr auf der Zunge lagen, waren vergessen, als sie nach einem Moment die Person erkannte, die im gleißenden Sonnenlicht vor ihr stand. Mit der Hand schirmte sie ihre Augen ab, kniff sie zuerst leicht zusammen und riss sie dann wieder auf, weil sie es nicht glauben konnte. "Will?!" Halb wie eine Frage, halb wie ein vollkommen schockiert-überraschter Ausruf kam sein Name über ihre Lippen und für einen Moment dachte sie schon, dass sie auch noch einen Sonnenstich hatte und halluzinierte. "Was tust...", ihre Frage blieb unvollendet, weil es ihr im selben Augenblick einfiel. Er hatte sich bei ihr gemeldet, was sie total überrascht hatte. Sie hatten geschrieben. Sie war betrunken gewesen und hatte Dinge von sich gegeben, die ihr im Nachhinein sehr unangenehm waren. Die Überreste dieser Nacht waren noch immer in der Wohnung zu finden. Die Weingläser mit dem getrockneten Wein, die sie noch immer nicht gespült hatte, und der leere Pizzakarton, den sie noch immer nicht entsorgt hatte. Sie hatte gedacht, dass er es nicht ernst gemeint hatte, was er geschrieben hatte... Und nun stand er hier. Ihr Herz rutschte ein paar Etagen tiefer. Sie schüttelte den Kopf und trat einen Schritt zur Seite, damit er nicht noch länger in der prallen Sonne stand. "Komm rein", bot sie ihm an.


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#3

RE: Wohn- und Essbereich

in Emma Liva Jensen 19.04.2019 22:12
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Es war kurz vor elf gewesen, als Will auf dem Flughafen in Nizza ankam. Es hatte seine Vorteile, dem Adel anzugehören. Das Reisen war bedeutend einfacher. Seine Koffer würden in das Hotel gebracht werden. Er hatte absolut keine Arbeit damit. Will spazierte durch den VIP-Bereich des Flughafens. Bevor er diesen Bereich verließ, um zu dem Wagen zu gelangen, setzt er seine Sonnenbrille auf und kam fast unbemerkt durch den Flughafen hinaus. Von irgendwo her hörte er das typische Klicken einer Kamera. Doch wenn er nun dem Aufmerksamkeit schenkte, würde er Aufsehen erregen. Darauf war er absolut nicht hinaus.
Dem jungen Mann, der den Sportwagen vorfuhr, nahm er den Schlüssel ab und bedankte sich. Mit einem leichten Nicken stieg er ein und schloss die Tür hinter sich. Die kurze Strecke auf der Autobahn wollte er sich nicht entgehen lassen, bis er Monaco erreichte.Vor dem Hermitage parkte er den Wagen und überreichte den Schlüssel einem Pagen, sodass er dieser das Auto sicher wegparken konnte. Entspannt betrat er das Hotel, welches mehr nach einem Anwesen aussah. Sofort führte man ihn zu seiner Suite, wo sich William erst einmal auf das Bett legte und die Augen schloss. Diese Reisen machten einen Menschen müde. So auch ihn. Für eine halbe Stunde döste er ein wenig und machte sich dann fertig. Seine Koffer waren bereits angekommen und er ließ es sich nicht nehmen, diese auszuräumen. Im Bad rasierte er sich die letzten Bartstoppeln ab und wusch sich das Gesicht, ehe er in ein frisches, weißes Leinenhemd schlüpfte. Auf ein Jacket verzichtete er. Es war so oder so warm genug. Die Ärmel krempelte er sauber den Unterarm hinauf und setzte sich Sonnenbrille auf.
Mit den Händen in der Hosentasche verschwand er durch das Foyer des Hotels und ging spazieren. Die Adresse und Strecke zu Emmas Wohnung hatte er sich gemerkt, sodass ihn der Spaziergang direkt zu ihr führte. Von außen sah das Gebäude recht hübsch aus. So ging er die Treppenstufen zu ihrer Haustür hinauf und klingelte. In der Zeit, in der er auf eine Reaktion von der anderen Seite der Tür wartete, blickte er sich um. Den Menschen schien er nicht aufzufallen. Zumindest noch nicht. Ruhig wartete Will, ehe er ein zweites Mal klingelte. Sie war doch da? Das Land hatte Em wahrscheinlich doch nicht verlassen oder? Es wäre unglaublich kurzfristig.
Will trat ein paar Schritte zurück und blickte zu den Fenstern. Jedoch konnte er kaum ausmachen, ob jemand zu Hause war. So versuchte er es ein drittes Mal und fand sich so langsam mit dem Gedanken an, dass sie nicht da war und sie sich verpasst haben könnten. Gerade als er gehen wollte, wurde die Tür schwungvoll geöffnet und Emma stand vor ihm. Mit einem Schmunzeln blickte sie ihn an. "Das ist mein Name." Mit einem Lächeln bemerkte er ihre Überraschung. "Ich habe gesagt, dass ich komme...", antwortete er auf den Beginn einer Frage und trat dann ein. Auf dem Weg hinein, nahm er ihre Sonnenbrille ab. "Hat sie geschmeckt?", fragte er und blickte auf die Weingläser und die Pizza.

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#4

RE: Wohn- und Essbereich

in Emma Liva Jensen 20.04.2019 22:55
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Emma wusste nicht, was sie mehr durcheinander brachte. Die Tatsache, dass Will hier war oder die Tatsache, dass er scheinbar so gute Laune hatte, dass er den Ausruf seines Namens sogar kommentierte. Es verschlug ihr schlichtweg die Sprache, alles, was aus ihrem Mund kam, war ein kurzes Lachen und sie starrte ihn nur an, während er an ihr vorbei ins Innere der Wohnung trat. Die Tür wurde wieder geschlossen, um die Wärme nicht länger nach drinnen zu lassen. "Ja, aber... Ich dachte nicht, dass du... Ich dachte, du sagst das einfach nur so." Warum hätte sie auch annehmen sollen, dass er es wahr machen würde? Sicher, in dem Moment, bis oben hin voll mit Wein und Gefühlen, da hatte es sich wirklich ein wenig gewünscht - ein bisschen mehr als nur ein wenig, wenn sie ganz ehrlich war -, aber nachdem sie ihren Rausch ausgeschlafen hatte, war das schon wieder vergessen gewesen. Lediglich die Nachrichten in ihrem Handy und der Pizzakarton waren Zeugen der nächtlichen Aktion, letzteres lag sogar noch auf dem Sofa, weil sie weder gestern, noch heute Lust gehabt hatte aufzuräumen. Sie hatte ja auch niemanden erwartet. Und schon wieder wurde sie von ihm überrascht - zugetraut, dass er sich tatsächlich melden würde, hatte sie ihm auch nicht. "Ja, die Pizza war...", sie wollte gerade die Arme vor der Brust verschränken, als ihr das Spray wieder einfiel, und statt vor der Brust behielt sie ihre Hände hinter dem Rücken, "...echt gut." Sie räusperte sich. "Danke. Das war... echt verrückt." Wieder lachte sie auf und betrachtete die Unordnung, die in ihrem Wohnzimmer herrschte. "Ich hoffe, du störst dich nicht an dem kleinen Chaos. Ich hatte Besuch und... nach der Weinnacht hatte ich bisher keine Muse, wieder für Ordnung zu sorgen." Da sie normalerweise schon darauf achtete, dass ihre Wohnung in einem einwandfreien Zustand war, gerade für unangekündigten Besuch und dergleichen, hatte sie das Gefühl, dass sie sich dafür ein wenig rechtfertigen musste. Mit den drei Weingläsern, der leeren Weinflasche und dem Pizzakarton sah es so aus, als hätte sie einen netten Abend in Gesellschaft verbracht, was sie auch zum Teil hatte - zumindest, bis Lina gegangen war und sie ihren Gedanken und Gefühlen überlassen hatte. Das Ergebnis war ein geistiger Schwächeanfall gewesen - peinlich, aber nun auch nicht mehr rückgängig zu machen. Auf dem Tisch lag außerdem die Zeitung, unter deren Schlagzeile das Bild von ihr und Will prangerte. Das Bild war wirklich schön und stammte aus einer sehr viel besseren Zeit, weswegen sie es noch nicht über sich gebracht hatte, auch diese zu entfernen. Am Ende, und das sah sie schon genau vor sich, würde sie das Bild noch ausschneiden und an den Kühlschrank kleben. Jetzt war sie ganz froh, dass sie keinen Kugelschreiber in der Nähe gehabt hatte, denn sonst würde Will nun die unterschiedlichsten Kritzeleien bewundern können. "Setz dich doch, fühl dich wie zuhause. Ich bin gleich wieder da." Damit huschte sie an ihm vorbei, wieder die Treppe nach oben und ins Badezimmer, um sich erst einmal um ihren Rücken zu kümmern. Im Spiegel betrachtete sie die schon fast rot glühende Haut und musste beinahe auflachen, als sie den Übergang von der von ihrem Oberteil bedeckten Haut und der von der Sonne verbrannten sah. Würde sie nicht die meiste Zeit in Los Angeles verbringen, würde es wohl noch schlimmer aussehen. Als sie die Flüssigkeit aus der Flasche auf ihre Schultern sprühte, seufzte sie erleichtert auf, weil es angenehm kühlte und ein wenig die Spannung löste. Soweit sie sich verrenken konnte verrieb sie das Zeug auf ihren Schultern und den Teilen des Rückens, an die sie heran kam und es war gleich sehr viel angenehmer. Nachdem sie sich die Hände gewaschen hatte, kehrte sie schließlich zu Will ins Wohnzimmer zurück, band sich nebenbei die Haare zusammen, damit diese nicht unnötig mit dem Zeug auf ihren Schultern in Berührung kamen.
"Zwei Stunden auf der Terrasse und ich hab einen Sonnenbrand. Und in Los Angeles konnte ich Stunden am Strand liegen, ohne dass ich Probleme hatte." Wenn sie denn überhaupt einmal die Zeit dazu gefunden hatte. "Die Sonne hier unten ist erbarmungslos", seufzte sie und griff schließlich nach den benutzten Weingläsern und der leeren Weinflasche. Das musste ja nicht ewig vor Wills Nase stehen. "Willst du was trinken? Ich hab... Wasser und Limo. Und Eistee." Natürlich. Und da sie gerade wieder diese Phase hatte, in der sie das Zeug nicht sehen konnte, stapelte sich dieser zu Massen in ihrem Kühlschrank. Sie brachte die Gläser in die Küche und ließ sie auf der Anrichte stehen. Irgendwann würden sie den Weg in die Spülmaschine finden - irgendwann, wenn sie die Lust hatte, diese einzuräumen. Zwei frische Gläser nahm sie aus dem Schrank und aus dem Kühlschrank holte sie die Getränke, und mit voll gepackten Händen kam sie zurück ins Wohnzimmer. Emma stellte alles auf dem Tisch ab, schmunzelte dabei über das Bild auf der Zeitung und nahm danach den Pizzakarton. Auch diesen verfrachtete sie zunächst in die Küche. Dort würde er irgendwann seinen Weg in Richtung Müll fortsetzen - irgendwann. Im Moment mochte sie die Erinnerung, die an diesem Stück Zellstoff hing, viel zu sehr, als dass sie sie einfach so entsorgen wollte. Diese Geste... Amüsiert schüttelte sie den Kopf und als sie nun zum dritten Mal wieder bei Will war, ließ sie sich nun auch auf einem der Sofas nieder, schlug die Beine übereinander und gab sich Mühe, mit dem Rücken nirgends anzulehnen. Zumindest nicht, ehe das Zeug getrocknet war.
"Ich kann wirklich nicht glauben, dass du tatsächlich hier bist." Sie lächelte schief. "Für welches Hotel hast du dich entschieden? Und seit wann bist du da?" Und vor allem, warum war er da? Ihr kleiner Zusammenbruch konnte doch unmöglich der Grund dafür sein, dass er nun hier bei ihr saß, tausende Meilen von dem Ort entfernt, an dem sie sich das letzte Mal getroffen hatten. Wegen ihr würde er mit Sicherheit nicht die zehn, elf Stunden Flug auf sich genommen haben. Das wäre wirklich verrückt.


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#5

RE: Wohn- und Essbereich

in Emma Liva Jensen 21.04.2019 00:14
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Es tat gut, sie wieder zu sehen. Sie tat ihm wirklich gut. Dies war das erste Mal, dass Will sie nicht voreingenommen, traurig oder komplett wütend sah. Nun gut, im Moment sah sie sehr überrascht aus. Dennoch wirkte sie auf ihn bedeutend entspannter, was ihn zum Lächeln brachte. Eigentlich konnte er es kaum verneinen, dass er sie immer noch liebte. Sein Blick fiel auf die Ausgabe, welche auf dem Tisch lag. "Das tue ich selten...", antwortete er und blickte sich in dem Loft um. Es war unglaublich hell und einladend. "Schön hast du es hier", kommentierte er und sah einfach über die leeren Weingläser und den Pizzakarton hinweg. Wieder ging sein Blick zu Emma zurück. "Das ist gut zu hören. Das merk ich mir", warnte er sie vor, "Ich hab gedacht, ein bisschen was im Magen kann nicht schaden." William ging weiter hinein und setzte sich auf das Sofa, sodass er in den Raum schauen konnte. "Schon gut. Das habe ich manchmal auch..." Wenn man es ihm wahrscheinlich auch nicht glauben konnte, war Will hin und wieder unglaublich unordentlich. Gerade in seinem Büro herrschte ein unglaubliches Chaos. Aber das sollte Em kennen, sie war das ein oder andere mal schon in diesem Raum gewesen.
Ruhig blickte er ihr nach und sah den Sonnenbrand auf ihrem Rücken. Leicht schüttelte der Däne den Kopf und lächelte nur darüber. Er nahm die Zeitung in die Hand und betrachtete das Bild in der Zwischenzeit. Ein leises Seufzen ließ er entweichen und strich über die Abbildung. Als er ihre Schritte hörte, legte er es zurück und sah zu, wie Em die Treppe hinunter kam. Fasziniert davon, wie sie die Haare bändigte, wendete Will seinen Blick nicht ab. "Bist du in der Sonne eingeschlafen?", sprach er seine Vermutung aus, "Wenn du Hilfe brauchst, sag Bescheid. Aloe Vera soll gut dagegen helfen." Er würde nicht nein sagen, wenn sie fragen würde. Ganz klar. Im Grunde genommen, würde er auch heute noch ihr die Welt zu Füßen legen. Daran zweifelte er keine Sekunde.
"Ein Glas Wasser wäre lieb", antwortete Will ihr und sah ihr nach. Für einen Moment fragte er sich, ob er aufstehen und ihr zur Küche folgen sollte, doch da kam Emma schon wieder und er verwarf den Gedanken einfach. "Das Hermitage. Ich vertraue auf deine Expertise. Es ist wirklich schön dort." Auch wenn er nur relativ wenig gesehen hatte. Im Grunde genommen nur das Foyer, den Aufzug, den Flur und seine Schlafzimmer. Aber das reichte vollkommen für William aus. "Ich bin seit..." Kurz blickte er auf seine Armbanduhr. "Zweieinhalb Stunden wieder in Europa." Vielleicht würde er die Gelegenheit nutzen, um in der Heimat vorbei zu schauen. Das wäre keine schlechte Idee.

@Emma Liva Jensen


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#6

RE: Wohn- und Essbereich

in Emma Liva Jensen 21.04.2019 01:56
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"Nein, ich bin nicht in der Sonne eingeschlafen. Ich lerne aus meinen Fehlern." Emma hob den Zeigefinger und wedelte damit herum, während sie im ersten Moment noch ernst und im zweiten Moment schon wieder am Schmunzeln war. Einmal war ihr das passiert. Ein einziges Mal, auf Wills Yacht, und sie hatte sich weit mehr als nur den Rücken verbrannt gehabt. Es hatte so geschmerzt, dass sie sich nicht hatte bewegen können - zugegeben, kein schlimmes Schicksal, wenn man sich nicht von einer Yacht entfernen konnte und die Zeit, wenn auch begleitet von Schmerzen, mit jemanden verbringen konnte, den man gern hatte. Damals war sie auch eingeschlafen und sie hatte sich geschworen, dass sie das nie wieder soweit kommen lassen würde, auch wenn die Sonne echt entspannend sein konnte. "Ich... hab mir eine Liege gekauft", erzählte sie ihm schließlich, während sie sich einen Fussel vom Oberschenkel wischte. "Die sah im Laden auch echt schick aus! Und sie sah nicht nach schwierigen Zusammenbauarbeiten aus, weswegen ich sie einfach hab liefern lassen. Ohne Aufbauservice. Oben sieht es aus wie auf dem Schlachtfeld und ich hab zwei Stunden damit verbracht die Anleitung zu übersetzen und herauszufinden, dass die Schrauben in der Realität nicht unbedingt denselben Maßstab wie in der Anleitung haben müssen. Nun habe ich zumindest das Podest zusammengeschraubt. Dann hab ich festgestellt, dass ich ein bisschen verbrannt bin und dann... hast du geklingelt. Ich dachte, du bist irgendwer, deswegen habe ich dich erst ignoriert und stattdessen nach dem Spray gesucht. Ich glaube, dieses Aloe Vera-Zeug ist da auch drin... Jedenfalls tut es mir leid, dass ich dich hab warten lassen. Hätte ich gewusst, dass du es bist..." Sie beendete den Satz in ihrem Kopf und dachte für sich, dass sie mit Sicherheit alles stehen und liegen gelassen hätte. Und wahrscheinlich hätte sie dann auch noch die Zeit gefunden, um nervös zu werden, was ihr so jedoch erspart geblieben war. Auch nicht gerade das schlechteste an dem spontanen Eintreffen Wills. Dass er tatsächlich das Hotel gewählt hatte, welches sie ihm empfohlen hatte, ließ sie lachen. Immerhin hatte er sich etwas mit Stil gesucht und nichts mit einer garantierten Salmonellenvergiftung. "Ja, das Hotel ist unheimlich schön. Noch eine Empfehlung, es ist zwar noch etwas kühl am Morgen, aber setz dich zum Frühstück auf die Terrasse. Oder auch zum Abendessen. Lass dir am besten einen Tisch am Geländer geben, dann hast du den Strand und das Meer perfekt im Blick." Zwar war es nur das Mittelmeer und nicht der Pazifik, den er von seiner Yacht aus bewundern konnte, aber auch das Mittelmeer war durchaus einen Blick wert.
Seinen Blick zu seiner Uhr verfolgte sie überrascht und ein wenig skeptisch - eigentlich rechnete sie mit einer Angabe wie seit gestern oder auch seit heute Morgen, aber seit zweieinhalb Stunden ließ sie ein wenig die Augen aufreißen. Was? "Was?", fragte sie und blinzelte ihn an, darauf wartend, dass er ihr gleich sagen würde, dass er sich verrechnet hatte und es doch eher zehn oder zwanzig Stunden mehr waren, aber... nichts dergleichen kam. "Seit zweieinhalb Stunden erst?" Das schaffte sie. "Du bist zehn, elf Stunden geflogen, hast acht Zeitzonen durchquert und... was? Bist direkt hier hergekommen?" Langsam schüttelte sie den Kopf, mit offenem Mund, weil sie das nicht glauben konnte. Sie selber war nach solchen Flügen immer mehr als tot und fiel, sobald sie es erreichte, in ihr Bett und schlief drei Tage durch. Und Will? Er sah nicht einmal annähernd so müde aus, wie sie es erwarten würde. "Oh Gott", ließ sie ihren Unglauben heraus. "Bist du gar nicht müde? Oder erledigt? Hast du Hunger?" Besorgt musterte sie ihn - zwar konnte sie sich sehr gut vorstellen, dass man sehr gut für Wills leibliches Wohl an Board des Flugzeugs gesorgt hatte, aber dennoch konnte sie nicht aus ihrer Haut und musste sich nach seinem Wohlbefinden informieren. Fast schon automatisch suchten ihre Augen nach irgendwelchen Anzeichen dafür, dass ihm etwas fehlte. "Hast du dir gar keine Entspannung gegönnt?" Auch wenn es für ihn vielleicht nicht so das Problem war, für den Körper war es doch ein bisschen Stress - und je kleiner der Körper, desto größer der Stress, sie war das beste Beispiel dafür. "Stattdessen bist du hier. Unfassbar. Mich braucht man nach so einem Flug für mindestens drei Tage nicht ansprechen, weil ich so durch bin. Ich mag Fliegen nicht." Emma schüttelte sich. "Kann ich dir irgendwas Gutes tun?" Was bot man jemandem an, der gerade den Kontinent gewechselt hatte? Will war so bescheiden und hatte nur nach einem Glas Wasser gefragt. Aber sie würde doch wohl mehr tun können, oder nicht? "Du hättest doch auch... morgen oder so vorbei kommen können und nicht direkt nach der Landung." Das widersprach ihrer Logik, dass er unmöglich nur wegen ihr nach Europa gekommen war. Wenn er es nicht wäre, hätte er sie womöglich nicht direkt aufgesucht, oder? Zwar wollte sie sich diese Hoffnung gar nicht erst machen, aber es ließ sich nicht verhindern, dass ihr bei dem Gedanken nicht nur leicht übel wurde - vor schlechtem Gewissen, weil er sich wegen ihr diesem Stress überhaupt erst ausgesetzt hatte -, sondern auch ein wenig warm ums Herz. Sie wusste nicht, warum er das tat. Vielleicht hatte auch er ein schlechtes Gewissen, weil sie sich genau genommen auch wegen ihm betrunken hatte, vielleicht hatte es auch einen anderen Grund. Fakt war jedenfalls, dass er hier war - eine Halluzination wegen eines Sonnenstichs konnte sie ausschließen, bis auf das Brennen und leichte Jucken am Rücken hatte sie sich wieder ganz gut aklimatisiert. Und durch das Wasser, welches sie aus dem Kühlschrank geholt hatte, war auch wieder einiges an Flüssigkeit in ihrem Körper. Aber das machte es nicht wirklich besser, eine Halluzination ließ sich sehr viel einfacher erklären als die Wahrheit.


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#7

RE: Wohn- und Essbereich

in Emma Liva Jensen 21.04.2019 02:49
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Leise lachte William. Er konnte sich an den Nachmittag gut erinnern. Er war am Steuer gewesen, im Schatten, und hatte sich nichts dabei gedacht. Viel mehr hatte er daran gedacht, dass sie etwas Zeit für sich haben wollte, denn trotz der Größe der Yacht, konnte man sich gut auf den Füßen stehen. Ein wenig Zeit für sich, war da nicht schlecht. Dass sie eingeschlafen war, hatte er erst viel zu spät gemerkt. Er hatte ihr geholfen, den Sonnenbrand zu kühlen. Genügend Mittel dafür hatte er dank seiner Mutter ja auf dem Schiffchen stehen. Sie war immer besorgt, dass er durch die helle Haut sich verbrennen würde. In den letzten Jahren passierte dies jedoch relativ selten. Vielleicht hatte er sich auch einfach nur daran gewöhnt. "Eine Liege?" Ruhig lauschte er ihren Worten und lächelte. Leicht schüttelte er seinen Kopf und stellte sich das ganze vor. "Kann ich dir dabei helfen? In welcher Sprache ist die Anleitung? Französisch?" Seine Eltern hatten dafür gesorgt, dass ihre Kinder mehrere Sprachen lernten. So hatte er einige Kenntnisse vorzuweisen. Zwar kam er bei dem Afrikaans und Niederländischen hin und wieder mal in schwimmen, da sie einander sehr ähnlich waren, doch Englisch, Französisch und Deutsch sprach er fast fließend. Es war auch immer zum Vorteil gewesen, wenn er sich in diesen Sprachen mit den Menschen fast überall auf der Welt verständigen konnte. Dabei fehlte natürlich die spanische Sprache. Vielleicht würde er sie irgendwann noch einmal lernen.
"Ich habe einen Balkon von dem aus ich in den Hafen blicken kann. Ich glaube, ich frühstücke einfach dort. Hast du Lust mit mir auf dem Balkon zu frühstücken?", fragte er. In der Menge wollte er nicht frühstücken. Viel zu wahrscheinlich war es, dass irgendwer ihn erkannte und störte. Viel lieber würde er auf dem Balkon sitzen und hinab auf den Hafen schauen. Aber ganz alleine? Das war auch nicht das Gelbe vom Ei. Viel lieber würde Will es zusammen mit Emma machen.
Schon vor dem Start hatte er seine Armbanduhr von fünf auf zwei Uhr umgestellt.So hatte er die richtige Zeit gleich bei sich. Dass es sie so sehr verwunderte ließ Will schmunzeln. "Nein bin ich nicht. Ich bin vom Flughafen ins Hotel gefahren, habe mich eine halbe Stunde hingelegt, dann kurz gewaschen und bin dann zu Fuß hergekommen", erklärte er ihr, was die letzten Stunden vorgefallen war. "Die Müdigkeit kommt noch. Ich habe mehr als die Hälfte des Fluges verschlafen. Es gab gutes Entenrillette mit Baguette als wir über dem Atlantik waren und zum Nachtisch hatte ich Crème Brûlée. Keine Sorge, mir geht es gut." Er überstand solche Reisen mittlerweile relativ gut und war danach auch noch ansprechbar. Zum Einen lag es an dem Service, dem man einem Prinzen zukommen ließ, und zum Anderen an der Routine. "Ich werde später schlafen wie ein Stein. Es dauert noch ein bisschen. Zum Schlafen bin ich jetzt noch zu aufgekratzt." Schmunzelnd blickte er sie an. "Ich weiß, Em. Nach einem Interkontinentalflug weckt dich noch nicht einmal eine Bombe. Das würde ich so unterschreiben", bestätigte er ihre Worte, "Du musst mir nichts Gutes tun. Mir geht es gut. Bleib einfach bei mir und leiste mir Gesellschaft. Dann bin ich glücklich." Wäre er alleine, dann würde er sich etwas zum Arbeiten suchen, um nicht untätig zu sein. Deshalb suchte er sich immer jemanden, wenn er gerade einen langen Flug hinter sich hatte. Daheim war es oft seine Mutter. "Hast du Lust etwas zu unternehmen?"

@Emma Liva Jensen


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#8

RE: Wohn- und Essbereich

in Emma Liva Jensen 21.04.2019 17:18
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"Ja, französisch. Ich meine, ein bisschen spreche ich die Sprache ja auch, sonst würde ich hier wohl ein bisschen untergehen, aber... Ich steige da einfach nicht hinter. Die Beschreibungen ergeben für mich keinen Sinn. Entweder liegt das daran, dass ich generell eher wenig Ahnung in Sachen Zusammenbauen von Möbeln habe, oder aber die wussten selber nicht, was sie da aus China importiert und mit Google übersetzt haben. Es ist beides ziemlich glaubhaft." Emma hatte keine Ahnung, ob die Liege wirklich aus China kam oder nicht, sie hatte nicht wirklich nachgesehen. Aber das würde zumindest erklären, warum selbst ihr Übersetzungsprogramm nur Kauderwelsch ausspuckte und nichts Brauchbares. "Ich will dich aber nicht direkt dafür einspannen. Selbst ist die Frau, irgendwie kriege ich das schon hin. Den Anfang habe ich ja auch geschafft." Nach zwei Stunden. "Den Rest schaffe ich bestimmt auch." Zuversichtlich lächelte sie und ein bisschen diente es auch der Selbstmotivation. Die Wahrheit war, dass sie ihre Chancen eher gering einschätzte, dass sie die Liege so zusammenbauen konnte, dass sie nicht beim ersten Kontakt wieder in sich zusammenfiel. Vielleicht würde sie auf sein Angebot zurückkommen. Sobald sie in Erfahrung gebracht hatte, wie lange er vorhatte hier zu bleiben. Allzu lange konnte sie sich hier auch nicht verkriechen, zumal das gerade auch gar nicht funktionierte, da Will nun ebenfalls hier war und er mitunter der Hauptgrund dafür war, warum sie überhaupt erst den Kontinent gewechselt hatte. Aber der Ortswechsel schien ihnen beiden gut zu bekommen, denn Wills Laune war deutlich besser als noch vergangene Woche und auch sie konnte erstaunlich gut so tun, als wäre gar nichts gewesen. Als wären ihre einzigen Sorgen momentan wirklich nur ihr Sonnenbrand und das Schlachtfeld oben durch die Liege. "Wie lange willst du bleiben?", fragte sie schließlich. "Also, nicht hier bei mir, sondern allgemein in der Stadt."
Seine Einladung zum Frühstück ließ sie innerlich jubeln, äußerlich gab sie sich Mühe, nicht mehr als ein kleines Schmunzeln zu zeigen und zur Sicherheit wandte sie auch für den Moment den Blick von ihm ab, um nicht irgendeinen falschen Eindruck zu erwecken. Das Frühstück im Hermitage gehörte mit zu den besten, welches sie jemals bekommen hatte, aber seit sie das Loft hier hatte, gab es für sie keinen Grund mehr, das Hotel zu betreten. Sicher konnte man auch als Nicht-Gast zum Frühstücken kommen, aber so ganz alleine war das auch nicht prickelnd. Zumal man dann auch kein Glück bei den Plätzen auf der Terrasse hatte und das war das I-Tüpfelchen, es machte das ganze erst so richtig perfekt. Aber auch, wenn Will sie nur auf den Balkon seines Zimmers einlud, freute sie sich dennoch darüber. Wegen dem Frühstück, selbstredend. Und wenn er dabei lieber auf den Hafen gucken wollte, dann sollte es so sein. Als sie sich sicher war, dass sie sich vollkommen unter Kontrolle hatte, hob sie den Blick wieder und lächelte ihn an. "Das würde ich sehr gern. Sag mir einfach, wann es dir passt." Nachdem das Hotel nicht allzu weit entfernt von ihrer Wohnung war, konnte sie auch recht spontan vorbeischauen.
Will versicherte ihr, dass es ihm gut ging, und sie verengte die Augen ein wenig, weil sie selber davon noch nicht ganz so überzeugt war. Ihr war natürlich bewusst, dass nicht jeder so schlecht mit Langstreckenflügen zurecht kam wie sie, und allgemein schien Will eher amüsiert als geschafft zu sein, weshalb sie seufzte und sich für einen Moment zurücklehnte. Aber nur kurz, weil sie der ziehende Schmerz am Rücken daran erinnerte, dass das keine gute Idee gewesen war. "Okay. Dann vertraue ich dir einfach. Mein Kühlschrank hätte außer Erdbeeren auch nicht wirklich viel herzugeben, also... würdest du bei mir vermutlich eher verhungern als alles andere. Aber ein Bett könnte ich dir anbieten, wenn dich die Müdigkeit überkommt. Ich bin also nicht völlig unvorbereitet." Sie lachte auf und versuchte dabei, nicht allzu sehr auf sein Schmunzeln zu achten. Vermutlich war er wirklich sehr aufgekratzt, weil er es verdächtig oft in den letzten Minuten getan hatte, und jedes Mal schlug ihr Herz ein kleines bisschen fester gegen ihre Rippen. Und dann auch noch der Spitzname, den immer nur er verwendet hatte, und der nun wie selbstverständlich über seine Lippen kam... Sie spürte schon fast ihre Rippen unter den Hammerschlägen brechen. "Nein, sag einfach, wenn es dich überkommt. Dann sorge ich dafür, dass du so schnell wie möglich in ein Bett kommst." Ob nun ihres oder das in seinem Hotelzimmer - was sich anbieten würde. Sie würde mit ihrem Kauderwelsch-Französisch auch ein Taxi bis zum Hotel organisiert bekommen, wenn es sein musste. "Und bis dahin leiste ich dir Gesellschaft, um aufzupassen, dass du nicht doch plötzlich umkippst. Man kann ja nie vorsichtig genug sein." Sie grinste, auch wenn sie das wirklich so meinte. Zwar ging sie davon aus, dass er seinen Körper doch recht gut kannte und wusste, wann es ihm gut ging und wann nicht, aber es schadete nie, wenn es noch ein zweites Augenpaar gab, das über einen wachte. "Ich habe heute nichts weiter vor. Mit der Liege wollte ich weitermachen, wenn die Sonne untergegangen ist, also... worauf hast du Lust? Ich würde mich ja als Touristenguide anbieten, aber leider bin ich selber mehr Tourist als wirklicher Einwohner. Und ein lustiges Fähnchen habe ich auch nicht. Was willst du machen?"


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#9

RE: Wohn- und Essbereich

in Emma Liva Jensen 21.04.2019 23:18
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Es war von Vorteil die Sprache des Landes zu sprechen. Nun gut. Mit Englisch kam man ziemlich weit, jedoch wurde es bedeutend besser aufgenommen, wenn man sich mit der lokalen Sprache verständigen konnte. "Hast du schon im Internet nach Anleitungen auf dänisch oder englisch geschaut?", fragte er Emma und hob die Hände, als sie seine Hilfe ausschlug. "Schon gut... Ich mach dir deine Arbeit nicht streitig." Wenn sie es unbedingt alleine machen wollte, hielt er sich dabei raus. Es war nur ein Angebot seiner Seite. Den Gedanken es selbst zu machen, konnte Will jedoch sehr gut nachvollziehen. In der Regel machte er auch alles selbst und ließ sich ungerne in die Karten schauen.
Leicht hob er die Schultern. "Ich bin recht planlos...", legte er dar. Seine Arbeit war abgegeben. Bis zu dem Punkt, an dem er eine Rückmeldung bekam, hatte er absolut nichts zu tun. Seine nächste Wohltätigkeitsveranstaltungen und -arbeiten würden erst im nächsten Monat weiter gehen. Bis dahin hatte er frei. "Vielleicht fliege oder fahre ich noch nach Hause und melde mich bei meinen Eltern. Sonst steht mir die Königin irgendwann noch auf der Schwelle..." Er liebte seine Eltern. Keine Fragen. Aber mit der Verantwortung, die irgendwann auf ihn zukommen würde und den Erwartungen, die jetzt schon ihm entgegen schlugen, war es manchmal besser einen Ozean zwischen sich und die Familie zu bringen. Dennoch konnte er dem Ganzen nicht entfliehen. Er war ihr Sohn und das würde bis zu seinem Lebensende so bleiben.
"Morgen früh?", fragte er sie, "Also nur, wenn du nichts vor hast." Schließlich wollte er sie auch nicht von ihrem Alltag abhalten. Leich neigte er sich ihr entgegen. "Glaub mir, es geht mir gut", versicherte er ihr noch einmal und sah ihr direkt in die Augen. Und verlor sich in ihren. Sie waren wunderschön und strahlten einen vertrauten Blick aus. Fast schon verträumt seufzte Will und riss sich dann erst los. "Du sorgst, dass ich ins Bett komme? Das möchte ich sehen..." Oder lieber eigentlich doch nicht. Schließlich wollte er ihr es nicht antun, ihn ins Bett schleppen zu müssen. Das war keine Aufgabe, die er Emma überlassen würde. "Dann sind wir zwei einfach nur Touristen. Wir schaffen das auch ohne Guide und Fähnchen oder?" Er war lange nicht mehr in Monaco gewesen. Und selbst als er die letzten Male dort gewesen war, hatte er nicht viel Zeit innerhalb der Stadt für sich verbracht. "Wir können es ja wie in Cádiz machen... Einfach an Land gehen und schauen, wo wir landen werden, wenn wir durch die Straßen bummeln."

@Emma Liva Jensen


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